Herrn Rossi hatte Glück im Unglück

Hann. Münden. Herr Rossi hat seinen Flügelbruch auskuriert und ist mit zwei weiteren Stadttauben in die neue Handicap-Voliere eingezogen.

Zur Gesellschaft kamen dann letzte Woche noch zwei Tauben dazu: Agathe und Henry von Anne’s Lebenshofprojekt – der Lebenshof „Heile Seele“ in Wollershausen leben nun gemeinsam mit Herrn Rossi munter in der Voliere. Wir sind Anne sehr dankbar für diese Hilfe, Herr Rossi wäre sonst erst einmal alleine gewesen.

Herr Rossi hat das Glück (im Unglück) gefunden. Am 7. März saß er aufgeplustert mit hängendem Flügel in der Hann. Mündener Innenstadt. Er konnte eingesammelt werden und wurde am selben Tag noch geröntgt. Diagnose: Bruch im unteren Flügel. Mit einem schicken Verband konnte er sich in unserer Pflegestelle bei Silvia erholen. Doch leider wurde schnell klar, dass auch das Gelenk bleibende Schäden nach sich ziehen wird. Nach acht Wochen konnte Herr Rossi endlich in die neue Handicap-Voliere bei Evelyn einziehen. Er fliegt zwar, aber der Flügel hängt noch immer. In der Stadt hätte er sicher nicht lange überlebt.

Angela kämpft gegen die Paramyxovirose

Göttingen. Unser Neuzugang Angela hat PMV. Stück für Stück geht sie den beschwerlichen Weg der Besserung.

Angela wurde am 5. April in der Südstadt von einer tierlieben Passantin gesichert. Die Taube ließ sich einfach so aufheben.Ein Flügel hing leicht runter, aber das Röntgenbild beim Tierarzt ließ keine Hinweise auf einen Bruch oder eine andere Verletzung erkennen. Da sie nur leichte PMV-Symptome zeigte, war dies nicht unser erster Verdacht. Die Kotuntersuchung bestätigte dann aber PMV.

Zunächst wurde sie mit Brei gepäppelt, später mit Körnern. Längst hat sie wieder einen guten Appetit. Die PMV behindert sie nicht mehr beim Picken. Mittlerweile bekommt Angela Nux Vomica D6 für den Magen, Vitamin B12 und viel Flüssigkeit. Stück für Stück kommt sie so zur alten Stärke zurück.

COVID-19-Notfütterungen in der Göttinger Innenstadt

Göttingen. Seit einigen Wochen laufen nun unsere Notfütterungen. Nun ist es für uns an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen.

Heute möchten wir euch mal von unseren Fütterungen in der Göttinger Innenstadt während der COVID-19-Pandemie berichten und ein kurzes Zwischenfazit ziehen. Denn inzwischen sind vier Wochen vergangen seit wir von der Stadtverwaltung eine Ausnahmegenehmigung zur Notfütterung der Stadttauben in der Innenstadt erwirken konnten.

Seitdem sind wir täglich unterwegs, um die hungrigen Taubenschwärme an Not-Futterstellen mit artgerechtem Futter zu versorgen. Wir denken, dass wir viele Stadttauben vor dem Hungertod bewahren konnten. Mittlerweile machen die Tauben sogar einen besseren Eindruck als noch zu Beginn der Krise, was wohl vor allem am regelmäßig verteilten, artgerechten Körnerfutter liegt. Auch konnten wir beobachten, dass der wässrige „Hungerkot“ etwas weniger geworden ist.

Die Fütterung in Behältnissen gestaltet sich jedoch als recht schwierig. Für die Stadttauben waren Futterschalen noch etwas Ungewohntes, dem sie gegenüber großes Misstrauen aufbrachten. Doch der Hunger war und ist groß. Wir schaffen es inzwischen immer häufiger, dass die Schwärme auch aus Futterschalen essen. Wird Futter gestreut, warten wir natürlich solange bis alles aufgegessen ist bzw. schauen einige Zeit später dann nochmal vorbei.

Leider fielen uns in der ersten Zeit trotz des Fütterungsverbots häufiger als sonst größere wilde Futterhaufen auf, die teilweise aus für die Tauben schädlichen Brotstücken, Haferflocken oder Reis bestanden. Inzwischen hat sich diese Situation verbessert, wir finden nur noch ab und zu solche Futterhaufen vor. Daher nochmal unsere Bitte, nicht zu füttern.

Wer den Stadttauben in Göttingen etwas Gutes tun möchte, kann uns sehr gern mit Futter- oder Geldspenden unterstützen.

Spendenkonto:
Göttinger Stadttauben e.V.
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Betreff: Spende

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